Kopftornado Oder Tick, Stein!, Ludwigsburg: Pop-Verlag, 2010, ISBN: 978-3-937139-51-7

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Ausgehend vom "Kopftornado", als Metapher für realitätenstiftende Bewusstseinsvorgänge, versucht Markus Berger ein Experiment zu einer Theorie über den Menschen (und seinem Bewusstsein) aufzuzeichnen, und er kommt dabei der Wahrheit ein gutes Stück näher als zum Beispiel James Joyce oder Virginia Woolf. Das Geniale dieses Buches scheint mir im Kern zu sein, dass die Wahrheit, die vollkommen wertfreie, nackte Wahrheit, absolut und nichtig zugleich, über das Zustandekommen der Realität durch das Aufeinanderprallen und der vermeintlichen Kommunikation von "sendenden Systemen", der Subjekte, die wie "Schauplätze" der gedanklichen Aktivität und Produktion sind, angehörig, anhand einer Versuchsanordnung der Rekonstruktion und semantischen Interpretation von Traumprozessen und Traumlandschaften geprüft und bewiesen wird.
Ondine Dietz, aus ihrer Einführungsrede zur Kopftornado-Peformance in Karlsruhe 2010

Der Erzähltext Bergers stellt gewisse Anforderungen an die Konzentration der Leser, wie sie zum Beispiel geübte Leser von Arno Schmidt, Paul Wühr oder Hartmut Geerken jederzeit und überall zu mobilisieren imstande sind. Den ungeübten empfehlen wir ein Segelboot bei Flaute, auf dem wir in der goldenen Jugendzeit schon gute Erfahrungen bei der unausgesetzten Lektüre von Stifters Nachsommer gemacht haben. Die "Krone Polens" haben wir uns damit nicht verdient, aber der Gewinn an Einsichten war Beträchtlich.
Harry Oberländer, aus dem Vorwort des Literaturboten 84. Dezember 2006




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